<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>better - bio, fair und nachhaltig &#187; Clean Clothes Campaign</title>
	<atom:link href="http://www.better-dressed.com/blog/tag/clean-clothes-campaign/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.better-dressed.com/blog</link>
	<description>The Fashion rEvolution - ecowear - faire Mode - Biobaumwolle - gutes Gewissen</description>
	<lastBuildDate>Fri, 01 Apr 2011 05:00:51 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Sweatshopproduktion Thema bei Maybrit Illner &#8211; aber ist das genug?</title>
		<link>http://www.better-dressed.com/blog/sweatshopproduktion-thema-bei-maybrit-illner-aber-ist-das-genug/2008-12-05</link>
		<comments>http://www.better-dressed.com/blog/sweatshopproduktion-thema-bei-maybrit-illner-aber-ist-das-genug/2008-12-05#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 23:33:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Irrungen und Wirrungen]]></category>
		<category><![CDATA[bessere Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Biobaumwolle]]></category>
		<category><![CDATA[Clean Clothes Campaign]]></category>
		<category><![CDATA[faire Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehdiskussion Maybrit Illner]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne für saubere Kleidung]]></category>
		<category><![CDATA[kik]]></category>
		<category><![CDATA[LIDL]]></category>
		<category><![CDATA[Maybrit Illner]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolf Wöhrl]]></category>
		<category><![CDATA[Sweatshops]]></category>
		<category><![CDATA[textile Kette]]></category>
		<category><![CDATA[Textileinzelhandel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.better-dressed.com/blog/?p=454</guid>
		<description><![CDATA[TweetShareEs rummst echt gewaltig im Karton &#38; das ist gut so. Erst erwischt es H&#38;M, dann sind kik und Lidl unter Beschuss und während ich diese Zeilen schreibe, diskutiert man fleißig bei Maybrit Illner über den Preis, den Menschen in anderen Teilen der Welt für unsere Kleidung bezahlen müssen. Auslöser sind zwei Näherinnen aus Bangladesh, <a href="http://www.better-dressed.com/blog/sweatshopproduktion-thema-bei-maybrit-illner-aber-ist-das-genug/2008-12-05"> [...weiterlesen]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="socialize-in-content" style="float:left;"><div class="socialize-in-button-left"><a href="http://twitter.com/share" class="twitter-share-button" data-count="vertical" data-via="betterdressed" data-url="http://www.better-dressed.com/blog/sweatshopproduktion-thema-bei-maybrit-illner-aber-ist-das-genug/2008-12-05">Tweet</a><script type="text/javascript" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script></div><div class="socialize-in-button-left"><a name="fb_share" type="box_count" share_url="http://www.better-dressed.com/blog/sweatshopproduktion-thema-bei-maybrit-illner-aber-ist-das-genug/2008-12-05" href="http://www.facebook.com/sharer.php">Share</a><script src="http://static.ak.fbcdn.net/connect.php/js/FB.Share" type="text/javascript"></script></div></div><p>Es rummst echt gewaltig im Karton &amp; das ist gut so. Erst erwischt es <a href="http://www.kirstenbrodde.de/?p=206/" target="_blank">H&amp;M</a>, dann sind <a title="Ein Leben zum Schnäppchenpreis" href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/352/449083/text/" target="_blank">kik</a> und <a title="Kirsten Brodde - grüne Mode" href="http://www.kirstenbrodde.de/?p=220" target="_blank">Lidl</a> unter Beschuss und während ich diese Zeilen schreibe, diskutiert man fleißig bei Maybrit Illner über den Preis, den Menschen in anderen Teilen der Welt für unsere Kleidung bezahlen müssen. Auslöser sind zwei Näherinnen aus Bangladesh, die seit einiger Zeit zusammen mit der Clean Clothes Campaign medienwirksam auf das schäbige Gebaren nahezu aller Textilhersteller und -händler hinweisen.</p>
<p>Eigentlich müsste ich ja auch vor dem Fernseher sitzen und mir den Rest der Sendung geben, doch der scheinheilige Auftritt von Rudolf Wöhrl hat mir derart die Galle in die Augen getrieben, dass ich mal doch lieber schreibe, bevor ich platze. Laut Herrn Wöhrl sind es mal wieder Politik und Konsument, die den Karren aus dem Dreck ziehen sollen, der Handel kann das natürlich nicht leisten. Dieser brillianten Analyse stellt der Mann auch gleich seine noch brillianteren Rechenkünste entgegen: den doppelten Preis würden faire Produkte im Handel dann kosten und dazu ist der Konsument eben nicht bereit. Aha! Wenn die Näherin in der Konfektion also 10 Cent pro Hose mehr bekommt, steigt der Preis einer Hose bei Wöhrl demnach von 100 auf 200 Euro. Kein Wunder, dass der Mensch so reich geworden ist&#8230; bei dieser Margenerwartung.</p>
<p><span id="more-454"></span></p>
<p>Wie er jedoch so groß geworden ist, ohne den Markt, der ihn füttert, auch nur annähernd zu kennen? Es ist mir ein Rätsel. Entweder er hatte verdammtes Glück oder er spielt angesichts des steigenden öffentlichen Drucks einfach nur den Ahnungslosen und hofft, dass schon keiner das Ablenkungsmanöver durchschaut.</p>
<p>Ich muss Herrn Wöhrl leider enttäuschen. Es ist Aufgabe des Handels. Der dumme, desinformierte und ignorante Konsument ist genauso eine Erfindung der Markenhersteller und des Handels, wie der angeblich nach Big Brother und Dschungelcamp gierende Quotenzuschauer eine Erfindung des marktforschenden Fernsehens ist. Wer den ganzen Tag nur Sch*** vorgesetzt bekommt, frisst auch Sch***, weil er ganz einfach keine andere Wahl hat und irgendwann fängt er an, nach der Sch*** zu schreien wie ein Junkie, weil ihm alles andere zu fad schmeckt. Aber gut, ich schweife ab und bin ja auch nicht der junge heißsporige M.R.R. dem das desillusioniert alternde TV-Wrack Gottschalk erst in einer extra Sendung die Zwänge und Notwendigkeiten einer idiokratisierten Marktnachfrage erklären muss. Die Self-fulfilling prophecy des Hartz4-Käufer orientierten Kapitalismus weist den Weg nach unten: Qualität runter, Preise runter&#8230; irgendwie wird der anspruchslos geizige Kunde schon zu bedienen sein. &#8220;So isses eben!&#8221;</p>
<p>In wem sich nun heftiger Widerspruch meldet, der hat völlig recht. So isses eben nicht! Genauso, wie der Fernsehzuschauer, der lange genug sucht, anspruchsvolle Sendungen findet, findet der sozial- und umweltethisch anspruchsvolle Konsument Firmen, die ihn bedienen können. Man muss sich schon schwer wundern, warum Frau Illner keinen einzigen dieser Unternehmer eingeladen hat, der Herrn Wöhrl jedes einzelne seiner schlicht falschen und an den Haaren herbeigezogenen Argumente mühelos hätte um die Ohren hauen können. Stattdessen sitzen im Studio nur ein paar Politiker und die Clean Clothes Campaign. Nichts gegen die CCC aber so entsteht in der Öffentlichkeit der Eindruck, es gäbe als Gegenbewegung zum Raubtierkapitalismus nur eine motzende Zivilbevölkerung.</p>
<p>Eine solche Aufarbeitung wird diesem brisanten Thema bei Weitem nicht gerecht, denn es geht um weit mehr, als nur die Näherinnen fair zu bezahlen. Die textile Kette ist lang und an allen Ecken und Enden findet man Leichen. Dass sie so lang ist, hat aber auch ihre Vorteile, denn aus unternehmerischer Sicht gibt es damit auch an allen Ecken und Enden Möglichkeiten Kosten anders einzusparen, als über den Lohn. Ein nachhaltiger Unternehmer lässt seine Produkte eben nicht auf vier verschiedenen Kontinenten zusammenbasteln, sondern sucht sich einen Lieferanten, der das alles vor Ort kann. Der 11% Anteil von Transport und Zöllen, den die CCC für eine Jeans errechnet hat, lässt sich auf diese Weise schon einmal auf gut 4% senken. Ganz nebenbei hat dieses Prozedere den Vorteil, dass man seinen Lieferanten relativ transparent halten kann und das bereits vor einer Kontrolle von Außen. Kosten einsparend ist auch die kontrolliert biologische Landwirtschaft. Dünger, Pestizide und Insektizide reißen Riesenlöcher in die Geldbeutel der Baumwollbauern und die Situation wird jährlich schlimmer. Kein Wunder also, dass mittlerweile mehr Kinder auf den Feldern schuften als je zuvor. Um auch hier einmal unsere eigene Bilanz dem Rechenbeispiel der CCC entgegenzuhalten: durch den Verzicht auf Pestizide und Insektizide ist es uns möglich den Anteil der Rohstoff-, Material- und Instanthaltungskosten an einem T-Shirt um 0,5% zu senken und das obwohl Biobaumwolle auf dem Markt wesentlich teurer verkauft wird und obwohl die Bauern fair entlohnt werden und deshalb keine Kinder auf die Felder schicken müssen.</p>
<p>Wir haben uns schon zu einer frühen Phase unseres jungen Unternehmens den Spaß gemacht und haben unsere eigene Lieferkette gegen die Musterjeans der CCC aufgerechnet. Die CCC kommt auf diese Generalisierung:</p>
<p>Kostenverteilung einer Markenjeans im Handel:</p>
<p>Handel: 50%<br />
Hersteller: 25%<br />
Material- und Instandhaltungskosten: 13%<br />
Transport und Zölle: 11%<br />
<strong>Lohnkosten: 1%</strong></p>
<p>Wir kommen für unsere biofairen T-Shirts auf:</p>
<p>Handel: 50%<br />
Hersteller: 25%<br />
Material- und Instandhaltungskosten 12,5%<br />
Transport- und Zölle: 4%<strong><br />
Lohnkosten 7%</strong><br />
Zertifizierung und Kontrolle: 1,5%</p>
<p>Zugegeben, die Werte sind stark vereinfacht und es entsteht der Eindruck, als würden die gesunkenen Transportkosten eins zu eins durch die höheren Löhne substituiert. Ganz so einfach ist es natürlich nicht und es spielen noch einige andere Faktoren mit hinein. Z.B. dass sich die Lohnkosten auf die gesamte Kette verteilen, was in der gegenwärtigen Diskussion meist vollständig ausgeblendet ist. In einer Jeans oder einem T-Shirt steckt schon vor der Konfektion jede Menge Arbeit drin, deshalb ist es ja so wichtig, auf die gesamte Kette zu achten. Auch bei dem Verhältnis Hersteller zu Händler handelt es sich um Mittelwerte. Ein Händler, der häufig hohe Mengen abnimmt, bekommt natürlich bessere Preise und umgekehrt. Außerdem arbeiten wir in unseren Hauptsegmenten Merchandising und Produktion für Fremdfirmen sowieso mit ganz anderen, viel geringeren Margen. Aber ich meine, dass unser Beispiel ganz gut beweist, dass es auch anders funktioniert und das man es mit relativ einfachen Mitteln schaffen kann, den Anteil der Lohnkosten zu heben, ohne die Mehrkosten unmittelbar an den Verbraucher weitergeben zu müssen.</p>
<p>Dem Kritiker sei hier gleich gesagt: Ja, die Musterrechnung der CCC stimmt im Großen und Ganzen und lässt sich problemlos generalisieren! Sie als Unsinn und ungültig vom Tisch zu wischen, wie es Rudolf Wöhrl gestern getan hat, ist nicht nur fachlich falsch, sondern auch ökonomisch unsittlich. Jeder qualifizierte Unternehmer sollte sich für seine Kostenfaktoren interessieren, schließlich will man sein Unternehmen doch optimieren. Die Reaktion  von Herrn Wöhrl zeigt in gewissem Sinne sehr deutlich die Misere deutscher Textileinzelhändler auf: unbedarft, desinformiert, ignorant und nur auf den eigenen Vorteil bedacht werden sie von den Discountern und Direktvertrieben geradezu überrannt. Und die wollen die Verantwortung wirklich auf Politik und Konsumenten abwälzen?</p>
<p>Nein Herr Wöhrl, es ist Sache des Einzelhandels, faire und biologische Produkte an den Mann zu bringen. Denn eines gilt in der Wirtschaft immer: &#8220;Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.better-dressed.com/blog/sweatshopproduktion-thema-bei-maybrit-illner-aber-ist-das-genug/2008-12-05/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Morgen, 17.12.2007 Aktionstag vor G-Star-Läden</title>
		<link>http://www.better-dressed.com/blog/morgen-17122007-aktionstag-vor-g-star-laden/2007-12-16</link>
		<comments>http://www.better-dressed.com/blog/morgen-17122007-aktionstag-vor-g-star-laden/2007-12-16#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 11:23:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Bösen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsrechtsverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbeutung]]></category>
		<category><![CDATA[CCC]]></category>
		<category><![CDATA[Clean Clothes Campaign]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Social Responsibility]]></category>
		<category><![CDATA[Einschüchterung]]></category>
		<category><![CDATA[G-Star]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Missbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtregierungsorganisationen]]></category>
		<category><![CDATA[ökofaire Kleidung]]></category>
		<category><![CDATA[The Fashion rEvolution]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.better-dressed.com/blog/?p=8</guid>
		<description><![CDATA[TweetShareIch bin spät dran, doch besser spät als nie! Morgen, am 17.12.2007 will die Clean Clothes Campaign (CCC) bundesweit in Ladengeschäften des Markenherstellers G-Star die Verantwortlichen dazu bewegen, Schritte gegen den indischen G-Star-Lieferanten FFI zu unternehmen. FFI hatte im Juni 2007, nachdem die CCC massive Arbeitsrechtsverletzungen innerhalb des Betriebs nachweisen konnte und daraufhin eine Öffentlichkeitskampagne <a href="http://www.better-dressed.com/blog/morgen-17122007-aktionstag-vor-g-star-laden/2007-12-16"> [...weiterlesen]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="socialize-in-content" style="float:left;"><div class="socialize-in-button-left"><a href="http://twitter.com/share" class="twitter-share-button" data-count="vertical" data-via="betterdressed" data-url="http://www.better-dressed.com/blog/morgen-17122007-aktionstag-vor-g-star-laden/2007-12-16">Tweet</a><script type="text/javascript" src="http://platform.twitter.com/widgets.js"></script></div><div class="socialize-in-button-left"><a name="fb_share" type="box_count" share_url="http://www.better-dressed.com/blog/morgen-17122007-aktionstag-vor-g-star-laden/2007-12-16" href="http://www.facebook.com/sharer.php">Share</a><script src="http://static.ak.fbcdn.net/connect.php/js/FB.Share" type="text/javascript"></script></div></div><p>Ich bin spät dran, doch besser spät als nie! Morgen, am 17.12.2007 will die Clean Clothes Campaign (CCC) bundesweit in Ladengeschäften des Markenherstellers G-Star die Verantwortlichen dazu bewegen, Schritte gegen den indischen G-Star-Lieferanten FFI zu unternehmen. FFI hatte im Juni 2007, nachdem die CCC massive Arbeitsrechtsverletzungen innerhalb des Betriebs nachweisen konnte und daraufhin eine Öffentlichkeitskampagne zur Unterstützung der Arbeiter startete, die CCC verklagt und will nun vor Gericht erwirken, dass sich die CCC nicht mehr öffentlich zu den Missständen bei FFI äußern darf.<span id="more-8"></span></p>
<p>Gegenüber indischen Gewerkschaften und lokalen Organisationen hatte FFI mit diesem Vorgehen bereits Erfolg. Die Mitglieder der CCC soll es nun sogar noch schlimmer erwischen, sie sollen per internationalem Haftbefehl gesucht und wegen Internetkriminalität, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Verbreitung falscher Informationen, an den indischen Staat ausgeliefert werden. Sollte das Urteil dem Ansinnen von FFI entsprechen, wäre ein Präzedenzfall geschaffen, der zukünftig nicht nur die Kontrolle solcher Unternehmen durch zivilgesellschaftliche Organisationen erschweren würde, sondern auch die Praxis der Monitoring und Audit-Dienstleistungen, welche die CCC oder auch die Fairwear Foundation für europäische Markenhersteller zur Verfügung stellt, bedroht.</p>
<p>Als Leiter eines jungen Unternehmens für ökofaire Kleidung, das nicht nur aus Kostengründen auf die Arbeit unabhängiger Dritter angewiesen ist &#8211; so haben wir z.B. unseren Verhaltenskodex für Lieferanten eng an das CCC-Modell angelehnt und dadurch, unabhängig von den FairTrade- und GOTS-Zertifikaten, ein Instrument an die Hand bekommen, selbst auf die Einhaltung der Arbeitsrichtlinien bei unseren Lieferanten einwirken zu können &#8211; kann ich nur bestätigen, wie wichtig NGOs wie die CCC für den notwendigen und überfälligen Wandel in den Strukturen der textilen Kette sind. Ohne das CCC-Modell vor Augen, hätte uns die Arbeit an einem ähnlich effektiven Kodex wahrscheinlich Monate gekostet.</p>
<p>Die CCC und andere NGOs sind nicht nur Aktivisten, die den Bösen in der Branche auf die Finger klopfen, sondern v.a. ein unschätzbarer Wissens-, Experten- und Dienstleistungspool für Hersteller, die es &#8220;richtig&#8221; machen wollen. G-Star gehört hier leider noch nicht dazu, denn das Unternehmen weigert sich, Einfluss auf seinen Lieferanten zu nehmen, das falle nicht in den eigenen Verantwortungsbereich. Zeit also, dass der Verbraucher G-Star zeigt, dass er die Verantwortung nicht so einfach auf sich abwälzen lässt, vielleicht entwickelt G-Star ja dann ein Interesse an Mitsprache beim Lieferanten.</p>
<p>Am morgigen Aktionstag soll erreicht werden, dass G-Star auf FFI einwirkt, die Klage gegen die CCC fallen zu lassen. Dazu sollen Teilnehmer und Kunden in den G-Star Filialen folgende Forderungen stellen:</p>
<ul>
<li>Weitere Aufträge an FFI/JKPL sollen nur platziert werden, wenn FFI a) alle Klagen gegen lokale und internationale Organisationen sowie Einzelpersonen, die im Zusammenhang mit diesem Fall stehen, fallen lässt sowie b) in Dialog tritt mit den VertreterInnen der ArbeitnehmerInnen (darunter GATWU, Cividep, Munnade and NTUI), mit dem Ziel, die Arbeitsrechtsverletzungen in der Fabrik abzustellen;</li>
<li>G-Star soll eine „Exit-Strategie“ entwickeln, um die ArbeiterInnen von FFI/JKPL vor einem Arbeitsplatzverlust zu schützen. G-Star soll ggf. offene Aufträge in anderen Fabriken, die in der Nähe der FFI-Fabrik liegen, platzieren und dafür sorgen, dass diese Fabriken den FFI/JKPL-ArbeiterInnen Arbeitsplätze anbieten. G-Star soll öffentlich machen, dass der Rückzug aus FFI/JKPL direkt mit dem Verhalten von FFI zusammenhängt.</li>
<li>G-Star muss FFI darüber transparent in Kenntnis setzen, dass eine Umsetzung des G-Star-Verhaltenskodex nur möglich ist, wenn die Vereinigungsfreiheit vollständig implementiert ist. Die Implementierung der Vereinigungsfreiheit beinhaltet, dass sich alle Gewerkschaften, die dies wünschen, in FFI/JKPL organisieren können und dass FFI/JKPL von jeglichen Aktivitäten Abstand nimmt, die dies erschweren oder verhindern könnten. Ganz praktisch bedeutet dies vor Ort, dass die Anklagen gegen GATWU, NTUI, Cividep, Munnade und die CCC Task Force Tamil Nadu fallen gelassen werden.Eine Erklärung zu veröffentlichen, die klarstellt, dass es mit der Erwartung von G-Star, wie das Recht auf Organisationsfreiheit implementiert wird, unvereinbar ist, wenn Arbeitsrechtsorganisationen dafür verklagt werden, weil sie Informationen über Arbeitsrechtsverletzungen bekannt machen.</li>
<li>Keine Sozialaudits in FFI durchzuführen, so lange GATWU, Cividep, Munnade und NTUI mit juristischen Schritten die Möglichkeit genommen wird, ihre Meinung in die Audits einzubringen.</li>
</ul>
<p><strong>Wichtige Links zur Aktion:</strong></p>
<p><a title="G-Star" href="http://storelocator.g-star.com/" target="_blank" class="broken_link">Hier findet Ihr G-Star in Eurer Nähe</a><br />
<a href="http://www.cleanclothes.org/campaigns" target="_blank">Aktuelle Clean Clothes Campaigns</a><br />
<a title="Christliche Initiative Romero" href="http://www.ci-romero.de/ccc_olympia0/" target="_blank" class="broken_link"> Dokumentation der Ereignisse im Fall FFI</a></p>
<p><strong>Aufklärende Seiten zu den Missständen in der Textilproduktion:</strong></p>
<p><a href="http://www.better-dressed.com/content/de/wach-auf.html" target="_blank">Unsere eigene Übersichtsseite</a><br />
<a title="Aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit" href="http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/" target="_blank"> Earthlink &#8211; Aktiv gegen Kinderarbeit</a><br />
<a title="Suedwindinstitut" href="http://www.suedwind-institut.de/0dt_sw-start-fs.htm" target="_blank" class="broken_link"> Südwind-Institut</a></p>
<p><strong>Einkaufen dürft Ihr natürlich auch:</strong></p>
<p><a href="http://www.better-dressed.com/">Bei uns</a> (z.Zt. nur Vorbestellung der ABI-Shirts, ab Mitte Januar könnt Ihr dann auch einzelne Stücke bestellen)</p>
<p>In der Zwischenzeit: <a title="FairWear" href="http://www.fairwear.de" target="_blank">FairWear</a>, <a title="True Fashion" href="http://www.true-fashion.com/" target="_blank">True Fashion</a>, <a title="Glore" href="http://www.glore.de/xtcommerce/shop_content.php?coID=5" class="broken_link">Glore</a>, <a title="Kuyichi" href="http://www.kuyichi.com/" target="_blank">Kuyichi</a>, <a title="Machja" href="http://www.machja.com/" target="_blank" class="broken_link">Machja</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.better-dressed.com/blog/morgen-17122007-aktionstag-vor-g-star-laden/2007-12-16/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
